Erfolgreiche Teilinbetriebnahme beim Großprojekt ara bern

Kaum ein Rohstoff ist so wichtig wie Wasser. Deshalb ist die sorgfältige Aufbereitung von Abwasser so bedeutend. Eine der größten Abwasserreinigungsanlagen in der gesamten Schweiz ist die ara region bern ag. Dort wird neben der Reinigung von Abwasser auch Bioabfall aufbereitet. Zudem wird aus den organischen Anteilen Biomethan für die öffentlichen Gasnetze produziert. Die Abwasserreinigungsanlage ara bern wurde dieses Jahr, um eine neue Annahme- und Aufbereitungsanlage für gewerbliche Bioabfälle, erweitert. Das Projekt gehört zu einem der bisher größten für Tietjen und wird gemeinsam mit einem Partner aus dem Bereich Dosier- und Waschmaschinentechnik umgesetzt.
Die ersten Meilensteine waren bereits im Juli 2019 geschafft – zu diesem Zeitpunkt wurden die meisten Anlagenteile geliefert und der kundenseitige Rohbau des neuen Gebäudes abgeschlossen. Wir sind stolz, dass Ende April diesen Jahres die Teilinbetriebnahme der Aufbereitungsanlage erfolgte.

Hand in Hand zum Erfolg
Zusammen mit unserem Partner für den Bereich Dosier- und Waschmaschinentechnik konnte, mit der Tietjen Doppelrotor-Separationsmühle (DRM 800) im Zentrum, eine der „besten“ Aufbereitungsanlagen für gewerbliche Bioabfälle geliefert werden. Zudem übernahmen unsere Mitarbeiter die Projektleitung, -planung sowie die Organisation vor Ort. Durch diese Kooperation konnten alle Teile für eine der modernsten Aufbereitungsanlagen von Speiseresten aus einer Hand geliefert und individuell auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt werden.

Funktionsweise der Aufbereitungsanlage
Der Bioabfall, der aus Supermärkten, Restaurants und Großküchen stammt, wird über Lastwagen als auch über verschiedene Abfallbehälter angeliefert. Der Annahmebereich mit einem großen Bunker bietet Platz für die LKW-Entladung und enthält ein vollautomatisches System zur Behälterentleerung, -reinigung sowie deren Lagerung. Aus dem Bunker gelangt der homogenisierte Bioabfall in das Kernstück der Anlage, in die Tietjen DRM 800.

Einfache Trennung und Aufbereitung von Lebensmitteln und Verpackungen
Vor der Vergärung müssen Bioabfälle unbedingt von Fremd- und Störstoffen getrennt werden. Umso gründlicher und besser die Trennung von Anfang an erfolgt, desto ökonomischer ist der gesamte weitere Prozess.
Die DRM 800 ermöglicht, im Unterschied zu herkömmlichen Prozesstechniken, bereits am Anfang der Materialaufbereitung die präzise Trennung der organischen Stoffe von allen Fremdstoffen, wie beispielsweise Plastikverpackungen. Die zerkleinerte und durchmischte Organik lässt sich danach energetisch und stofflich optimal verwerten, währenddessen die Fremdstoffe sortenrein einer thermischen Verwertung zugeführt werden können. Bei geringsten Energie- und Verschleißkosten trennt die DRM in einem Arbeitsgang, Fremdstoffe ab und zerkleinert das organische Material auf unter 12mm, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften.

Im Rahmen des Großprojektes installierte Tietjen zudem zwei große Lagertanks mit je 150 m³ Volumen, um das rein organische Material für eine konstante Zuführung zur Vergärung zu puffern. Um zu verhindern, dass Sedimente in den Fermenter gelangen, wurde außerdem ein zusätzliches Sedimentationsbecken von unserem  Partner installiert. In Kombination mit einem Röhrenwärmetauscher gelangt das organische Material somit unter optimalen Bedingungen in den Fermenter. Zum Projekt gehörte darüber hinaus der komplette Rohrleitungsbau sowie die Spezifikation des Gesamtprozesses.
Die Gesamtinbetriebnahme soll in Kürze abgeschlossen werden.

Für weitere Informationen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an Lars Weiß unter l.weiss@tietjen-original.com oder Frank Lippert unter f.lippert@tietjen-original.com.

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