Herstellung von Bananenmehl
Diese Referenz im Überblick
Kunde: lokaler Betrieb, projektiert von Innotech, Bushenyi, Uganda
Branche: Lebensmittelverarbeitung
Anwendung: Verarbeitung von Matooke-Bananen zu Trockenprodukten wie Mehl, Porridge und Keksen
Lösung: Einsatz einer Tietjen Hammermühle VDK 4.1 S aus Edelstahl zur Feinstvermahlung der getrockneten Bananen inklusive Speisung
Endprodukt: Bananenmehl, Porridge und Kekse
Armut und Mangelernährung in Uganda
Uganda zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Neben der Armut erschweren hohe Flüchtlingsströme und die Abholzung der Wälder aufgrund des steigenden Bedarfs landwirtschaftlicher Flächen und Lebensmitteln zur Bekämpfung der Mangelernährung. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, etwa 60 Prozent der Bevölkerung Ugandas arbeitet im landwirtschaftlichen Sektor.
Die Nachernte- und Transportverluste sind aufgrund nicht vorhandener technischer Möglichkeiten enorm (Mechanisierung, Verarbeitung, Verpackung, Lagerung, etc.). Die Ernährungssicherheit ist gefährdet; es fehlt an technischem Know-How und den Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung der Rohstoffe vor Ort. Um langfristig eine Ernährungssicherheit zu gewährleisten, ist es notwendig, eine Umstellung auf eine nachhaltige und effizientere Landwirtschaft zur Eigenversorgung in Uganda sicherzustellen und die Stärkung bzw. den Aufbau einer inländischen Lebensmittelproduktion voranzutreiben. Dazu hat die Regierung Ugandas eine Initiative gegründet, die die Nachernteverluste bei den Matooke-Bananen, dem Hauptnahrungsmittel in Uganda, zu verringern.
Nachhaltige Verarbeitung der Matooke-Bananen
Vor mehr als 15 Jahren wurde von der ugandischen Regierung die Presidential Initiative on Banana Industrial Development, kurz PIBID gegründet. Das Ziel der Initiative war es, die Nachernteverluste bei den Matooke-Bananen zu reduzieren, die Verarbeitungskette zu professionalisieren und den Nährwert der Lebensmittel zu optimieren. In diesem Zuge wurde das Leonberger Ingenieurbüro Innotech beauftragt, im uganidischen Diskrit Bushenyi im Westen des Landes ein professionelles Verarbeitungszentrum für die Matooke-Banane zu planen und aufzubauen. Heute werden in Bushenyi die Matooke-Bananen vom Rohprodukt zu wertvollen Trockenprodukten wie Mehl, Porridge oder Keksen verarbeitet. So wird die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort verbessert und die Nahrungsmittelversorgung sichergestellt. Die Verarbeitung der Matooke-Bananen erfolgt über eine Tietjen VDK 4.1 S Hammermühleaus Edelstahl. Es handelt sich dabei um eine Hammermühle für die Feinstvermahlung.
2005 bis 2015: Eigene Produktionsstätte vor Ort zur Verarbeitung von Rohstoffen zu hochwertigen Trockenprodukten
Knapp 10 Jahre sind vergangen von der ersten Anfrage bis hin zur Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage vor Ort. Die erste Anfrage für die Vermahlung von getrockneten Bananen haben wir bereits 2005 von der Firma Innotech erhalten. 2007 folgten erste Vermahlungsversuche auf unseren Teststand in Begleitung durch die Projektleiter von Innotech und Regierungsmitarbeiter des Auftragsgebers. „Mehrere Tage durchzog der Duft von Bananen unser Unternehmen“, erinnert sich Betriebsleiter Peter Wagner. In diesem Schritt wurden direkt die zukünftigen Trockenprodukte wie Mehl, Porridge und Kekse in der Mitarbeiterküche bei Tietjen ausprobiert.
2010 wurde der Auftrag über eine Feinvermahlungsanlage für die Matooke-Bananen erteilt und im Folgejahr nach Bushenyi geliefert. Die Aufstellung sollte in einen bauseitigen Stahlbau erfolgen. 2014 haben wir den Auftrag für die Lieferung des benötigten Stahlbaus und einen pneumatischen Transport der Bananenchips von den Lagersilos zu der Vermahlungsanlage erhalten. Schließlich erfolgten 2015 die Montage und Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage.
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