Anlagenbau Abfallmanagement Organik
Vom organischen Abfall zur Bioenergie – alles aus einer Hand
- Lösungen, die zu ihnen passen: Kompakt- oder Großanlagen
- Alles in einem System: Annahme, Dosierung, Entpackung, Lagerung, Tonnenhandling, Reinigung, Pumpen und Steuerung
- Langjährige Erfahrung in internationalen Großprojekten
- Von der Planung bis zur Inbetriebnahme ein Ansprechpartner
Gewerbliche Anlagen zur Behandlung organischer Abfälle
Weltweit bestehen unterschiedliche Voraussetzungen für eine effiziente stoffliche und energetische Verwertung von Biomasse. Allen Ländern gemein ist jedoch die Problematik einer mehr oder minder starken Verunreinigung der Biomassen mit nicht biogenen Stoffen, wie beispielsweise Verpackungskunststoff.
Für eine reibungslose Trennung von Verpackung und Organik ist aber mehr erforderlich als nur eine Entpackungsmaschine und eine Pressschnecke.
Vorteile
- Komplettlösung aus einer Hand
- Minimierung von Schnittstellen
- Optimale Einbindung der Entpackungsmaschine in den Gesamtprozess
- Profitieren Sie von unserem Know-how in der Verfahrenstechnik
- Integration von weiteren Prozessschritten
- Berücksichtigung von Rahmenbedingungen wie Platzverhältnisse, Vorschriften, Arbeitsschutz
- Umfassende Projektbetreuung bis zur Inbetriebnahme
- Ein Ansprechpartner als Projektleiter
- Montage möglich
So funktioniert ein Projekt
Gemeinsam mit unseren Kunden ermitteln wir vor Ort den vorhandenen und benötigten Platz und erarbeiten das optimale Layout für die Anlage. Wir helfen bei der Konzeption und berücksichtigen die Prozesse außerhalb der Anlage. Gerne beziehen wir auch erfahrene Mitarbeiter unserer Kunden mit ein. Unsere solide Planung dient Entscheidungsträgern und Ausführenden, sachliche Abhängigkeiten werden über verschiedene Ebenen hinweg dargestellt.
Maschinen und Anlagenkomponenten fertigen wir bei Bedarf in Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern exakt nach Planungsvorgaben. Geliefert und montiert wird pünktlich gemäß Absprache. Kommt alles aus einer Hand, können viele Fragen schnell beantwortet werden.
Neben der eigentlichen Funktionsfähigkeit, stellen wir zudem sicher, dass Aspekte der Betriebssicherheit beachtet werden, die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind und entsprechende Einweisung oder Schulung des Betriebspersonals eine fachgerechte Wartung und Inspektion ermöglicht. Gerne führen wir regelmäßige Schulungen durch, damit alle Mitarbeiter auf dem gleichen Stand sind.
Prozessdetails
Die Entpackmaschine DRM bildet das Herzstück unseres Anlagenkonzepts. Diese wird durch weitere Komponenten ergänzt, die für das Entleeren und Reinigen der Behälter, die Lagerung des Substrats sowie den Transport sorgen.
Größe, Art und Menge der Störstoffe
Großen Einfluss auf die maschinelle Trennung mit der DRM hat die Größe, Art und Menge der Störstoffe im Eingangsmaterial. Erfahrungsgemäß bereiten klassische kommerziell gesammelte Bioabfälle wie beispielsweise Lebensmittelabfälle keine Schwierigkeiten.
Herausfordernd sind große Umverpackungen, sie werden über die Annahmetechnik bereits in ca. 150 x 200 mm große Stücke geöffnet. Größere Mengen an Fremdkörpern aus Holz oder Metall mit größeren Dimensionen, erfordern dagegen einen erhöhten Anlagenaufwand, gegebenenfalls sogar eine (Vor-)Auslese oder Vorzerkleinerung.

Von Anfang an gut
Bioabfall wird regional und international in verschiedenen Behältern gesammelt. Es können sowohl LKW-Mulden, große Container oder Müll-Großbehälter sein. Ein Annahmebehälter muss ein Volumen aufweisen, das groß genug ist, um eine ausreichende Menge zu puffern. Beim Abtransport aus dem Annahmebehälter kommt es auf robuste Technik an. Im Idealfall erreicht der Vorlagebehälter bereits eine gute Vorhomogenisierung des Bioabfalls, öffnet große (Um-)Verpackungen und sorgt für eine gleichmäßige Substratzuführung zur eigentlichen Trennung. Nur dadurch kann eine gute kontinuierliche Trennung erreicht werden.
Wir legen diese Annahmetechnik passgenau nach dem geplanten Durchsatz und der erwarteten Abfallzusammensetzung aus. Dabei kommen bewährte und robuste Schnecken mit massiven Materialstärken zum Einsatz, die verschleißarm gelagert und genau auf die Durchsatzleistung unserer Entpackungsmaschine DRM abgestimmt sind. Eine ebenerdige Aufstellung der Annahmebehälter ist ebenso möglich wie eine für die LKW-Entladung optimierte Aufstellung im Keller. Der Annahme-Behälter kann mit begehbaren Abdeckungen und Klappen für die LKW-Annahme ergänzt werden.
Mehrfachschneckenaustragsboden
Die vorherrschende Variante von Abfall-Annahme- und Dosierbehältern sind Schneckenaustragsböden. Drei- oder Vierfach-Schneckenaustragsböden, z.B. für verpackte Speisereste, mit einem Volumen von ca. 40- 60 m³ sind üblich. Es sind aber auch Größen von 15 m³ für die Radladerbefüllung oder bis zu ca. 120 m³ möglich. Zum Einsatz kommt durchgängig beständiger Edelstahl. Die Qualität der Behälter ist außerordentlich und damit an die hohen Anforderungen im harten Alltag der Abfallaufbereitung angepasst.
450er Förder-Schnecken/Förderschnecken
Zuverlässige Förderschnecken aus Edelstahl transportieren den Bioabfall vom Annahmebehälter zur Entpackungsmaschine. Materialstärke und Konstruktion der Schnecken sorgen für Langlebigkeit und gleichmäßige Dosierung ohne Verstopfungen und garantieren so einen störungsfreien Betrieb im Jahresverlauf und bei wechselnden Mengenströmen. Um die beschriebene Vorzerkleinerung von großen Verpackungen ohne Schredder zu ermöglichen, werden besonders dicke Materialstärken, vollverschweißte Einbauten und 100% flüssigkeitsdichte Abdichtungen eingesetzt.
Automatisch und halbautomatisch
Der Bioabfall wird in verschiedenen Gebinden zur Abfallaufbereitung angeliefert. Dazu gehören häufig einzelne Müllgroßbehälter, die per LKW angeliefert werden. Je nach Anzahl der Müllgroßbehälter pro Tag ist es sinnvoll, den Prozess der Entleerung zu automatisieren. Möglich ist der Einsatz von Einfach- und Mehrfach-Kippstationen. Die Ausstattung mit einer automatischen Vorspülung nach der Entleerung ist die Regel. Dadurch wird die Verschleppung von Bioabfall in eine nachgelagerte Behälter-Waschmaschine minimiert. Die Überhebung über einen ebenerdig aufgestellten Behälter ist ebenso möglich wie die Entleerung in einen versenkten Behälter oder von einer Plattform. Bei großer Durchsatzleistung kann eine vollständige Automatisierung des Tonnen-Handling inklusive Abtransport angeboten werden. In enger Abstimmung mit unseren Kunden und unter Berücksichtigung der Situation vor Ort wählen wir die optimale Variante.
Effektive Trennung von Fremd- und Störstoffen
Über einen Annahmebehälter und eine Förderschnecke wird das Eingangsmaterial in die DRM befördert. Die Entpackungsmaschine ist für eine zuverlässige Trennung des biogenen Anteils von Fremd- bzw. Störstoffen aus unterschiedlichen Abfallströmen konzipiert worden. Ziel ist die optimale Reinigung des jeweiligen Substrats gleich zu Beginn des Prozesses. Die besondere Konstruktion ermöglicht eine hohe Separationsleistung bei einem stark reduzierten Energieaufwand pro Tonne. Das macht die leistungsstarke Maschine nicht nur technisch, sondern auch ökonomisch, interessant für Kunden, die kontinuierlich größere Abfallmengen separieren wollen.
Trockenheit reduziert Entsorgungskosten
Die von der DRM abgetrennten Fremdstoffe werden in der Regel thermisch entsorgt. Der Flüssigkeitsanteil in den Fremdstoffen führt dabei zu erhöhten Kosten. Daher entwässert unsere Pressschnecke diese. Zusätzlich abgeschiedene Flüssigkeiten werden aufgefangen und zurück zur organischen Fraktion geleitet. Die Pressschnecke besteht aus einer massiven Edelstahlschnecke, die von einem segmentiertem Siebkorb umgeben ist. Über diesen Siebkorb werden Flüssigkeiten abgeschieden. Die Pressschnecke wird in Ihrer Leistung und Ausführung stets auf die Art der Abfälle und die Durchsatzleistung der Entpackungsmaschine abgestimmt.
Garantiert ein sauberes Substrat
Je nachdem welches organische Material von der DRM aufbereitet wird, kann eine Nachreinigung des Substrats mit unserem BioRefiner BRF erfolgen. Wir empfehlen diesen Prozessschritt für stark verunreinigtes Material und wenn eine sehr hohe Reinheit aufgrund der aktuellen Abfallverordnung erreicht werden muss.
Im Schnellwaschgang automatisch sauber
Müllbehälter müssen nach der Entleerung so gereinigt werden, dass Sie hygienisch einwandfrei wieder zu Haushalten oder Supermärkten zurückgebracht werden können. Bei der Wäsche sind folgende Faktoren entscheidend: Durchsatzleistung, Effektivität sowie Energie- und Wasserverbrauch. Waschmaschinen können sowohl direkt aus den Kippstationen automatisch oder manuell befüllt werden. In der Regel werden Tonnen während oder kurz nach der Wäsche in den Reinbereich transportiert. Dort können die Tonnen wieder automatisch ausgegeben, gestaut oder händisch entnommen werden. Anschließend stehen Sie für die Verladung in den LKW wieder zur Verfügung. Die Technik der Waschmaschinen wird von uns entsprechend der nötigen Durchsatzleistung angepasst.
Weitere Technik für optimale Trennergebnisse
Es kann sinnvoll sein unsere bewährte DRM-Technik durch weitere Aufbereitungsschritte zu ergänzen. Dazu gehören vor der Aufbereitung z.B. Sieb- oder Auflöse-Techniken. Nach der Aufbereitung können Glas- und „Grid-“ Abscheidung zum Einsatz kommen. Ist der Bioabfall sehr heterogen oder sollen sehr große Fremdstoffe aufgeschlossen werden, so kann ein Schredder eingesetzt werden. Der Einsatz eines Sackaufreißers ist immer dann sinnvoll, wenn sehr große Verpackungen geöffnet werden müssen. Er stoppt bei großen Störstoffen, die leicht händisch entfernt werden können. Für eine „schlanke“ Anlagentechnik wird der Sackaufreißer in der Regel in den Vorlagebehälter integriert. Das Trennergebnis einer Anlage kann so positiv beeinflusst werden. Sternsiebe sind eine Alternative zum Zerkleinerer, wenn große Teile kontinuierlich aus dem Prozess ausgeschleust werden sollen, ohne diese zu zerkleinern.
Berichten Sie uns von Ihrer Anwendung. Wir finden die passende Lösung.
Beschreiben Sie uns kurz Ihre Anforderungen – wir hören Ihnen zu, stellen die richtigen Fragen und entwickeln eine maßgeschneiderte Tietjen-Lösung für Ihre Anwendung.
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